Ebay: “Verkaufs”gebühren auf Versandkosten? Geht’s noch?

07.05.2015

Höhere Verkaufsgebühren bei Ebay

Am Mittwoch erhöht Ebay die Gebühren für Zusatzoptionen und bezieht Versandkosten in die Provisionsberechnung mit ein.

Damit Verkäufer ihre Kunden nicht mit überhöhten Versandkosten abzocken können, führte Ebay vor einigen Jahren eine Obergrenze für diese Gebühren ein. In die Berechnung der Verkaufsprovision flossen die Versandkosten bislang jedoch nicht ein. Das ändert sich am 6. Mai 2015. Dann treten Gebührenänderungen für private Verkäufer auf Ebay in Kraft.

Ab diesem Termin werden neben dem eigentlichen Kaufpreis für den Artikel auch die Verpackungs- und Versandkosten mit eingerechnet. Von der Gesamtsumme will Ebay einen Anteil in Höhe von 10 Prozent als Verkaufsgebühr…

http://www.macwelt.de/news/Hoehere-Verkaufsgebuehren-bei-Ebay-9658126.html

http://news.ebay.de/globalnews/item/show/1973

Es ist ja mittlerweile allgemein bekannt, dass man der gehirngewaschenen und mit seichter Unterhaltung abgelenkten Bevölkerung jeden Mist verkaufen kann, der ohne Aufzumucken akzeptiert wird! Plattformen wie Ebay und Co. wissen das natürlich und nutzen es gnadenlos aus!

Jetzt kommt diese Abzockerplattform doch tatsächlich auf die Idee, privaten Verkäufern (nur den privaten?) „Verkaufs“provision „auf die Verpackungs- und Versandkosten“ aufzuerlegen, was übersetzt nichts anderes heißt, als das der Privatmann bzw. die Privatfrau für die private Veräußerung von bereits mit knapp 20% Mehrwertsteuer eingekauften Artikeln Provision auf den Gewinn der Versandunternehmen wie der Post oder Hermes zahlen soll! Das auch Verpackungskosten zu Lasten des Verkäufers gehen und keinen Verkaufserlös darstellen, muß wohl nicht weiter erwähnt werden! Von der immensen Zeit, die der Verkauf über Ebay schluckt und der in nur sehr unwirtschaftlichem Verhältnis zum Erlös steht, wenn man all das verkauft, was sich im Laufe der Jahre so angesammelt hat, aber nicht mehr benötigt wird, ganz zu schweigen! Leider sind Flohmärkte auch nicht viel lukrativer, denn sie kosten im Schnitt 10 Euro pro Meter Verkaufstisch! Bei 3 Metern, die man schon braucht, kann man froh sein, wenn man überhaupt mit einem positiven Erlös wieder nach Hause geht, nachdem man sich auch an einem Samstag oder Sonntag zu frühester Stunde aus dem Bett geschält hat, um aufwendig verpackte Artikel in früher Morgenstunde auf dem Flohmarkt auszupacken, die man dann zu großen Teilen am Abend wieder genauso mühselig einpacken darf, weil man leider das Meiste eh nicht los geworden ist!

Die Nutznießer sind immer die Onlineplattformen wie Ebay oder die „Verkäufer“ der Stellplätze auf dem Flohmarktgelände, die mit geringstem Aufwand Unsummen in kürzester Zeit kassieren! Quasi für nichts!

Und dass Ebay bereits vor einigen Jahren eine Obergrenze für diese Gebühren einführte, was eh der „Abzocke“ durch private Verkäufer über die Versandkosten einen Riegel vorschob, zeigt deutlich, dass die scheinbare Absicht von Ebay, auch über diese Maßnahme die Versandkosten im Rahmen zu halten, in der Tat nur scheinbar sein kann! Hier macht nur einer ein Geschäft, und das ist Ebay!

Eines von vielen Beispielen, an denen die Rollenverteilung Herr und Sklave deutlich wird, wenn es auch überspitzt klingt, aber faktisch nichts anderes ist!

Diese Versandunternehmen machen eh schon satte Gewinne durch Online-Handelsplattformen wie Ebay & Co., aber der private Verkäufer soll auf diesen fremden Gewinn Dritter Provision zahlen? Geht’s noch?

Wie wäre es, der Deutschen Post oder Hermes diese „Verkaufs“provision auf’s Auge zu drücken, denn diese Unternehmen sind es doch, die von den privaten Verkäufen profitieren und die Versandkosten erwirtschaften?

Unter solchen Bedingungen kommt für mich die weitere Nutzung dieser Plattform jedenfalls kaum noch in Frage! Die einzige Lösung ist, die Gebühren bei der Versandkalkulationen mit einzubeziehen, was faktisch zu höheren Versandkosten führt, also dem von Ebay ebenfalls vorgeschobenen “hehren” Ziel, Versandkosten im Rahmen halten zu wollen, völlig zuwiderläuft!

Wünschenswert wäre, dass sich der Verbraucher endlich seiner Macht bewusst würde, denn Ebay lebt auch von seinen privaten Kunden, die es selbst in der Hand hätten, Plattformen wie diese zu meiden, wenn deutlich wird, dass man mehr als unverhältnismäßig und darüber hinaus in diesem Fall mehr als unberechtigt abgezockt werden soll, denn neben dem Zurverfügungstellen des einmal entwickelten Online-Portals leistet Ebay genau wie alle anderen „Makler“ in allen anderen Bereichen (Immobilien, Personal etc.) herzlich wenig, sondern verdient einzig und allein an der Arbeit bzw. an dem Vermögen (Immobilien) der Kunden!

Aber es ist in Zeiten des Internets und seinen monopolartigen Unternehmen wie Ebay und Amazon zugegebener Maßen sehr schwer, sich diesen Plattformen zu entziehen! Der Großteil der Verbraucher kauft und verkauft über Ebay, so dass man nur über diese Plattformen die meisten Käufer bzw. Verkäufer erreicht! Das ist das Phänomen des Gruppenzwangs, und Plattformen wie Ebay sind sich ihrer damit verbundenen Macht durchaus bewusst! Und genau deshalb können sie sich auch solche grotesken Geschäftsgebaren wie „Verkaufs“gebühren auf die Versandkosten leisten…

Andere sehen es ähnlich:

http://www.it-recht-kanzlei.de/Kommentar/8048/Provision_auf_die_Versandkosten_Da_Faellt_einen_nix_mehr_ein.php

Wie Sie weitere Artikel zum diesem oder anderen hochinteressanten Themen lesen können, erfahren Sie hier:

Wenn Sie mehr lesen wollen …